Bachelorarbeit: Was du beachten musst


Die Bachelorarbeit ist für viele Studenten der Abschluss ihres Hochschulstudiums. Hat sie ein interessantes Thema und wird sie gut benotet, dient sie als optimaler Berufseinstieg.

Damit du mit deiner Bachelorthesis maximalen Erfolg hast, musst du allerdings einige wichtige Dinge beachten.

Was ist eine Bachelorarbeit?


Bachelorarbeit heißt die schriftliche Arbeit, die du abgibst, wenn du alle Creditpoints erreicht hast. Sie gilt als Abschlussarbeit deines Bachelorstudiengangs.

Du suchst dir ein Forschungsthema und einen geeigneten wissenschaftlichen Betreuer aus. Er ist dein persönlicher Ansprechpartner.

Zu den erforderlichen Vorarbeiten für die Bachelorarbeit gehört eine umfangreiche Literaturrecherche. Viele Studierende führen zusätzlich eine Umfrage oder Interviews durch.

Weil deine Bachelorarbeit dich viel Zeit kosten wird, solltest du rechtzeitig mit ihr beginnen. Bei der Planung gehst du am besten vom Abgabetermin der Arbeit aus.

Tipp

Die Bewertung der Bachelorarbeit fließt zu 10 bis 20 Prozent in deine Abschlussnote ein. Deshalb solltest du genügend Zeit für die Erstellung einplanen, da sonst unter Zeitdruck die Qualität der Arbeit leiden wird.

Worauf du im Vorfeld achten solltest


Die Suche nach dem passenden Betreuer kann längere Zeit in Anspruch nehmen, weil die Lehrkräfte diverse Studenten betreuen müssen. Außerdem kann es passieren, dass manche Bücher in der Bibliothek nicht vorhanden sind. Oder sie von anderen Studenten ausgeliehen wurden.

Hast du mit deinem Betreuer über dein Thema gesprochen, meldest du deine Abschlussarbeit bei der zuständigen Stelle an. Du erstellst den groben Aufbau deiner Bachelorarbeit und trägst Literatur zusammen.

Ebenfalls erforderlich ist ein Exposé von zwei bis fünf Seiten. Nach dem Durcharbeiten der Literatur und dem Auswerten der Befragung geht es dann ans Schreiben der Rohfassung.

Der Umfang deiner Bachelorarbeit ist von der jeweiligen Fakultät abhängig, beträgt aber meist 40 bis 60 Seiten ohne Anhang.

Tipp

Manche Universitäten bieten ihren Studierenden sogar die Möglichkeit, die Bachelorthesis während des Praktikums oder als Werkstudent in einer Firma zu schreiben.

Themenwahl


Die meisten Studierenden suchen sich ein Thema aus, das siebesonders interessiert. Oder worauf sie sich im Anschluss an ihr Studium beruflich fokussieren möchten. Fällt dir die Entscheidung schwer, kannst du auch deinen Betreuer um Rat fragen.

Sogar Nischenthemen sind erlaubt, vorausgesetzt, du findest darüber genügend Literatur. Für deine Bachelorarbeit benötigst du Primär- und Sekundärliteratur. Planst du, nach deinem Bachelor noch den Master zu machen, kannst du dein Thema später ausbauen.

Erfahre hier, wie du ein geeignetes Thema für deine Bachelorarbeit findest.

Umfrage durchführen


Mit einer empirischen Befragung kannst du deine Note deutlich verbessern. Du

  • definierst deine Zielgruppe, beispielsweise Studenten mit Nebenjob.

  • legst die Anzahl der Teilnehmer fest. Dies sind aus Gründen der Repräsentativität mehrere Hundert.

  • erstellst deinen Fragebogen und verteilst ihn an die Probanden. Erkläre den Teilnehmern Fachbegriffe mit nur wenigen Worten. Verzichte auf Suggestivfragen, weil sie deine Forschungsergebnisse verfälschen. Definiere außerdem die Antwortmöglichkeiten eindeutig. Und beschränke den Fragebogen auf die wichtigsten Fragen.

Aufbau und Gliederung deiner Bachelorarbeit


Damit deine Bachelorarbeit den gewünschten Erfolg bringt, muss sie sinnvoll gegliedert sein. Der Aufbau wird sich später aber noch verändern. Eine Bachelorarbeit besteht üblicherweise aus folgenden Teilen:

  • Deckblatt (Titel der Arbeit, Name des Studenten, Studiengang, Betreuername)

  • Inhaltsverzeichnis(mit Deckblatt zusammen 2 %)

  • Einleitung (10 %)

  • Hauptteil (80 %)

  • Fazit/Ausblick (5 %)

  • Anhang (Literaturverzeichnis, Tabellen, Grafiken, eidesstattliche Erklärung, 3 %)

Die Gliederung hilft dir, schrittweise vorzugehen und den Überblick zu behalten. Außerdem schweifst du so nicht vom Thema ab.

Einleitung


Bei Einleitung und Fazit solltest du dir besonders viel Mühe geben: Sie sind das Aushängeschild deiner Bachelorarbeit. In der Einleitung beschreibst du

  • dein Forschungsthema und nennst deine Fragestellung

  • das Ziel deiner Arbeit

  • warum du dieses Thema gewählt hast

  • wie du in deiner Bachelorarbeit vorgehst

  • wie der aktuelle Forschungsstand ist (kurzgefasst)

Hauptteil


Im Hauptteil setzt du dich eingehend mit deinem Thema auseinander. Du zitierst und analysierst Forschungsergebnisse und bringst eigene Forschung (Befragung) mit ein.

Stelle deine These aber mit leicht nachvollziehbaren Argumenten dar. Achte dabei auf den roten Faden. Verwende am besten kurze Sätze und starke Verben. Verzichte aber unbedingt auf den Nominalstil und viele Fachbegriffe.

Fazit


Im Schlussteil greifst du die in der Einleitung genannte Fragestellung auf und beantwortest sie. Lässt sie sich nicht abschließend klären, gibst du einen Ausblick auf weitere interessante Forschungsfragen. Verzichte im Fazit aber auf Zitate und neue Aspekte deines Themas.

Hier findest du weitere Tipps zum Aufbau und zur Gliederung einer Bachelorarbeit.

Exposé


Darunter versteht man einen vorläufigen wissenschaftlichen Projektplan. Er enthält den Inhalt und den Zeitplan deiner Bachelorarbeit. Darin stellst du deine Forschungsfrage und dein Konzept vor und gibst einen kurzen Überblick über die aktuelle Forschung zu deinem Thema. Außerdem führst du die wichtigste Literatur auf

Erfahre hier, wie du ein Exposé für deine Bachelorarbeit erstellst..

Tipps für das Schreiben deiner Bachelorarbeit

Tipp 1

Mache dir beim Durcharbeiten der Fachliteratur und während der Betreuergespräche Notizen. Schreibe deine Bachelorarbeit möglichst hintereinander, damit deine Argumentation flüssig bleibt. Außerdem vermeidest du so Wiederholungen.

Tipp 2

Beginne mit dem Hauptteil. Danach erstellst du Einleitung und Schlussteil. Halte deine Quellen während des Schreibens in den Anmerkungen und dem Literaturverzeichnis fest.

Tipp 3

Plane für die Rohfassung deiner Bachelorthesis 50 % der verfügbaren Zeit ein, für erforderliche Korrekturen 25 %. Später formulierst du die Rohfassung schön aus. Zuerst überarbeitest du den Inhalt, dann Sprache und Stil und anschließend das Layout.

Tipp 4

Damit du nicht den Überblick über deine Zeitplanung verlierst, hängst du dir am besten einen großen Jahreskalender an die Wand. Dort trägst du alle Termine mit deinem Betreuer ein. Markiere mit Leuchtmarkern die Zeit, die du dir für die einzelnen Phasen deiner Bachelorarbeit setzt. Und halte dich möglichst genau an diesen Zeitrahmen.

Tipp 5

Es ist völlig normal, sich beim Schreiben der Abschlussarbeit manchmal überfordert zu fühlen. Gönne dir dann eine kurze Pause. Und belohne dich, wenn du eine Etappe geschafft hast. Am produktivsten bist du, wenn du deinen individuellen Biorhythmus berücksichtigst. Kurze Pausen zwischendurch tanken deine Energiereserven auf, machen den Kopf frei und motivieren dich zum Weiterarbeiten.

Tipp 6

Verwende beim Schreiben deiner Bachelorarbeit einen sachlichen wissenschaftlichen Stil. Setze dich kritisch mit deinem Thema auseinander. Verzichte aber unbedingt auf persönliche Meinungsäußerungen. Schließlich sollst du zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Erkenntnis kommen.


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