Exposé schreiben – Tipps und Vorlagen

Einleitung


Ein Exposé ist so etwas wie der Projektplan deiner Bachelorarbeit. Darin gibst du strukturiert einen Überblick über Inhalt, Zielsetzung und Vorgehensweise deiner wissenschaftlichen Arbeit.

Wie du ein gutes Exposé schreibst, was es beinhalten soll, wie es aufgebaut ist und was es zu beachten gilt, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Was ist ein Exposé?


Das Exposé einfach erklärt

Das Wort „Exposé“ stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „Darstellung“. Das bedeutet, dass du in einem Exposé darstellst, worum es in deiner wissenschaftlichen Arbeit (z. B. deiner Bachelorarbeit) gehen soll, wie du vorgehst und welches Ziel du damit erreichen möchtest.

Das Exposé schreibst du vor deiner eigentlichen Bachelorarbeit. Es stellt in schriftlicher Form die Vorüberlegungen zu deiner Arbeit dar. In der Regel ist es 2 - 5 Seiten lang, bei einer Masterarbeit oder Dissertation kann es mit bis zu 20 Seiten deutlich länger sein.

Muss ich ein Exposé schreiben?


Auch wenn du es nicht schreiben musst, kann es dir dabei helfen, einen Betreuenden vom Thema der Arbeit zu überzeugen, Feedback für dein Vorgehen einzuholen oder sich für finanzielle Mittel oder ein Stipendium zu bewerben.

Wenn du ein Exposé schreibst, ist das keine Mehrarbeit, sondern hilft dir, deine Ideen zu ordnen und deine Arbeit zu organisieren. Sieh es als Schreibplan, als Leitfaden, als Ausgangspunkt oder als Guideline, die dir bei der eigentlichen Arbeit viel Zeit erspart.

Es ist keinesfalls ein finales Dokument, an das du dich zwangsläufig halten musst. Ideen, Strukturen oder sogar der eigentliche Titel deiner Arbeit können sich durch Forschungsergebnisse oder während des Schreibens immer wieder ändern. Investiere ausreichend Zeit, um deine Gedanken zu ordnen aber verliere dich nicht in Details, die sich noch ändern können.

Wie ist ein Exposé aufgebaut?


Im Prinzip besteht dein Exposé aus einem Deckblatt, dem eigentlichen Inhalt und dem Literaturverzeichnis. Es ist so etwas wie die Miniaturversion deiner Bachelorarbeit.

Deckblatt

Wenn du ein Exposé schreibst, beginnst du mit einem Deckblatt. Es ist das Erste, was man von deiner Arbeit sieht und entsprechend solltest du Wert auf Rechtschreibung, eine ordentliche Aufmachung und vor allem alle relevanten Informationen legen.

Dazu gehören:

  • Informationen zu deiner Hochschule (Name, Fachbereich/Lehrstuhl/Fakultät)
  • Informationen zu dir (Kontaktdaten wie Vor- und Nachname, E-Mail, Studiengang, Fachsemester und Matrikelnummer)
  • Informationen zu Arbeit und Betreuendem (Titel der Arbeit, Name des Betreuenden, angestrebtes Abgabedatum).

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Bezüglich des Layouts kannst du dich am Layout für das Deckblatt der Bachelorarbeit orientieren (zum Artikel).

Hauptteil

Der Hauptteil deines Exposés enthält Informationen zu:

  • Problemstellung
  • Forschungstand
  • Forschungsfrag
  • Zielsetzung
  • Konzept
  • Zeitplan

deiner Bachelorarbeit.

Wenn du in den einzelnen Abschnitten darauf achtest, diese Fragen zu beantworten, hast du inhaltlich das Wichtigste geschafft:

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Optionale Bestandteile

Neben den fixen Bestandteilen gibt es noch einige variable Bestandteile.

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Literaturverzeichnis

Im Exposé solltest du einführende und weiterführende Literatur nutzen und dich hauptsächlich auf Bücher, Sammelwerke und Artikel aus Fachzeitschriften stützen. Onlineartikel darfst du selbstverständlich auch nutzen, solange diese nicht Überhand nehmen und aus seriösen Quellen stammen.

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Deine verwendete Literatur stellst du ähnlich wie in dem Literaturverzeichnis deiner Bachelorarbeit am Ende deines Exposés auf. Achte auf korrekte wissenschaftliche Zitierregeln. So beugst du Fehlern vor und gewöhnst dir direkt das korrekte Zitieren für die Bachelorarbeit an.

Exposé schreiben: wo fange ich an?


Gerade wenn du noch ganz am Anfang deiner Bachelorarbeit stehst, ist es schwer, einen konkreten Plan dafür zu entwickeln. Sieh das Exposé als Hilfestellung und als Schreibplan an.

Am besten startest du mit einer umfangreichen Recherche. So bekommst du einen Überblick über den aktuellen Forschungs- und Wissensstand und kannst so nach Lücken suchen, die du mit deiner Arbeit schließen könntest. Daraus leitest du dann dein Exposé ab.

Stell dir vor, dass du jemandem Außenstehenden (z.B. Familie oder Freunden) erklären möchtest, worum es in deiner Arbeit geht. Du musst also zuerst eine gewisse Grundlage liefern (Forschungsstand und Wissen aus der Literatur), erklären, warum du forschst (Ziel) und wie du das erreichen willst (Methodik und Konzept).

Was gibt es noch zu beachten?

Wenn du ein Exposé schreibst, ist das der erste Schritt zu deiner wissenschaftlichen Arbeit. Es ist das Aushängeschild und der erste Eindruck, den man von ihr bekommt. Achte also bereits, wenn du dein Exposé schreibst, schon auf eine korrekte wissenschaftliche Ausführung:

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Deine späteren Leser interessieren sich fachlich für dein Thema, sind aber keine Experten. Du musst sie also auf einem entsprechenden fachlichen und sprachlichen Level abholen, damit sie deine Arbeit und deine Erkenntnisse verstehen und nachvollziehen können.

Das Ziel deiner Arbeit ist es, eine Wissenslücke zu schließen. Stütze dich also nicht zu sehr auf Literatur und Co. Der wirkliche Mehrwert in deiner Arbeit steckt in deiner Forschung und deinen Ideen.

Fazit und Vorlagen


Ein Exposé ist der Projektplan für deine wissenschaftliche Arbeit. Ein Exposé schreibst du optional vor deiner Bachelorarbeit und gehst darauf ein, welche Forschungsfrage du wie lösen möchtest.

Neben dem Deckblatt und dem Literaturverzeichnis enthält das Exposé wichtige Informationen zur Forschungsfrage, zur Zielsetzung und zum Konzept. Achte beim Schreiben auf wissenschaftliches Arbeiten und eine Schreibweise, die deine Leser gut verstehen können.

Damit dir das Exposé schreiben etwas leichter fällt, haben wir dir hier noch ein paar Muster und Vorlagen zusammengestellt:






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