Thema für deine Abschlussarbeit finden


Das Studienende naht, doch mit der Abschlussarbeit wartet die letzte große Hürde. Du solltest diese Hürde aber positiv sehen und mit der richtigen Planung locker überspringen. Mit einer gelungenen Bachelorarbeit/Masterarbeit kannst du potenziellen Arbeitgebern zeigen, was du im Studium gelernt hast. Du wendest Wissen praxisorientiert an und lieferst im Idealfall neue Erkenntnisse.

Soweit die Theorie. Aber wie findest du ein passendes Thema für die Abschlussarbeit? Dieser Beitrag gibt nützliche Tipps.


Vorbereitung


Die Erfahrung zeigt, dass sich viele Studenten schwer damit tun, ein geeignetes Thema für eine Abschlussarbeit zu finden. Hier ist Eigeninitiative gefragt, schließlich wollen Betreuer sehen, dass du selbstständig ein wissenschaftliches Thema in einem begrenzten Zeitrahmen bearbeiten kannst.

Ratschlag!
Du solltest dir Zeit für die Recherche und Gespräche mit deinen Lehrenden nehmen und ein Thema finden, mit dem du dich wohlfühlst. Erst wenn das der Fall ist und der grobe Rahmen mit dem Betreuer der Bachelor- oder Masterarbeit abgesprochen ist, solltest du das Thema offiziell anmelden. Ansonsten setzt du dich zeitlich unnötig unter Druck.

Tipps: So findest du das richtige Thema


Das Thema der Arbeit zum Studienabschluss zeigt, wie du das erlernte Wissen anwendest bzw. welche Lösungen du mit hoher Relevanz für deinen Fachbereich erarbeiten kannst. Damit das Stresslevel in dieser entscheidenden Phase des Studiums nicht unnötig ansteigt, solltest du während des Studiums schon die Ohren und Augen offenhalten. Nicht selten ergeben sich Ansatzpunkte für ein interessantes Thema, das zu Nachforschungen einlädt.

Tipp 1: Brainstorming
Grundsätzlich kannst du Brainstorming als kreative Quelle für Ideen nutzen und die Gedanken ordnen und evaluieren. Eine Liste mit möglichen Themen prüfst du auf Machbarkeit und Belastbarkeit, ggf. auch in direkter Rücksprache mit dem anvisierten Betreuer. Erfahrener Rat kann beim Auffinden eines Themas nicht falsch sein!
Tipp 2: Frühere Arbeiten
Vielleicht knüpfst du an frühere Seminararbeiten oder Referate an. Gab es an irgendeiner Stelle offene Fragen bzw. weiteren Forschungsbedarf? Wenn ja, lässt sich daraus ein neues Thema entwickeln.
Tipp 3: Eigenstädigkeit
Du musst das Rad der Zeit mit deinem Thema nicht völlig neu erfinden. Allerdings sollte ein Thema deine Handschrift und somit Eigenständigkeit deutlich erkennen lassen (zumindest, wenn du dein Studium mit einer guten Note krönen willst). In den seltensten Fällen wird es ausreichen, nur auf vorhandene Quellen zurückzugreifen und diese zusammenzufassen.
Tipp 4: Stand der Wissenschaft
Wie ist der Stand der Wissenschaft in bestimmten Themengebieten? Recherchen in Datenbanken zu bestimmten Themen zeigen dir, welche (aktuelle) Literatur es gibt. Konsultiere einige Quellen, um dein Thema näher einzugrenzen bzw. es im wissenschaftlichen Kontext einzuordnen. Sinnvoll bzw. inspirierend kann es auch sein, auf entsprechenden Portalen nach Abschlussarbeiten für deinen Fachbereich zu suchen. Vielleicht ergeben sich vertiefende Anknüpfungspunkte.
Tipp 5: Rücksprache mit deinem Betreuer
Nutze die Möglichkeit der Rücksprache mit dem Betreuer für die Abschlussarbeit auf jeden Fall. Niemand wird dir ein Thema auf dem Silbertablett servieren, aber dich vielleicht in eine bestimmte Richtung weisen. Im persönlichen Gespräch erhältst du nicht selten Inspiration und Tipps aus erfahrener Hand für ein eigenständiges Forschungsthema.
Tipp 6: Praxisbezug
Durch den starken Praxisbezug der modernen Bachelor- und Masterstudiengänge hast du dich mit Sicherheit schon der einen oder anderen Forschungsfrage gewidmet. Oder aber du bist im Betrieb während eines Praktikums auf ein Problem gestoßen. Vielleicht suchst du das direkte Gespräch mit Unternehmen in deinem Bereich? Welche Probleme drängen sich akut auf? Wofür braucht es wissenschaftlich fundierte Lösungen? Die Abschlussarbeit ist ein würdiger und sehr passender Rahmen, um dieses Problem mit dem erlernten Wissen zu lösen.

Thema gefunden: Wie geht es dann weiter?


Ist ein vielversprechendes Thema gefunden, geht die Arbeit erst los. Zuerst muss die Devise sein:

  • Thema eingrenzen,
  • Schwerpunkte setzen
  • und dabei Praxisbezüge im Hinterkopf haben.

Bachelor- und Masterarbeiten sind in der Wortanzahl begrenzt, sodass du nur einen begrenzten Rahmen nutzen kannst. Das zwingt dich dazu, kein ausschweifendes Thema zu wählen, sondern einen Fokus idealerweise bereits im Titel erkennen zu lassen.

Ratschlag!

Je spezifischer ein Thema ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Arbeit durch ein hohes Maß ein Eigenständigkeit auszeichnet.

Um einen Fokus zu wählen, kann auch eine Arbeitshypothese/Forschungsfrage sinnvoll sein. Um eine Hypothese zu beantworten, lassen sich etwa empirische Daten sammeln (z.B. Interviews, Auswertungen von Datenbanken etc.).

Titel formulieren und Inhaltsverzeichnis entwerfen


Wenn das Thema eingegrenzt ist, lässt sich in der Regel problemlos ein Titel finden. Dieser kann auch als Frage formuliert werden, die die Arbeit zu lösen versucht.

Anhand des Titels, der Schwerpunkte, der verfügbaren Literatur und (erhobenen) Datenlage ist es dann die nächste Aufgabe, eine Gliederung zu erarbeiten. Steht diese, so ist das Grundgerüst der Master- oder Bachelorarbeit 'nur' noch mit Text zu füllen.


Wer früh sucht, erspart sich in der Abschlussphase unnötigen Stress


Die Tipps in diesem Beitrag haben gezeigt, dass sich auf vielen Wegen ein spannendes Thema für die Studienabschlussarbeit finden lässt. Du solltest schon während des Studiums Ideen und Themen sammeln, denn der Tag X der Anmeldung wird irgendwann kommen.

Bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten kommt es nicht nur auf das Thema an. Ist dieses gefunden, so gilt ein wichtiges Augenmerk der formalen Gestaltung. In erster Linie sind Zitierregeln einzuhalten. In den letzten Jahren hat es genügend öffentliche Beispiele von Plagiaten gegeben. Das beste Thema ist wertlos, wenn Zitierregeln nicht eingehalten werden.

Ratschlag!

In Bezug auf Zitierstandards und weitere Formalien (Zeilenabstand, Schriftart und -größe etc.) solltest du dich mit dem Erst- und Zweitprüfer absprechen, damit du nicht von falschen Annahmen ausgehst. Wenn du mit deinem Thema in jeder Hinsicht brillieren willst, darfst du an der wissenschaftlichen Arbeitsweise an keiner Stelle Zweifel aufkommen lassen.


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