SMART-Ziele einfach erklärt

So formulierst du smarte Ziele

Einleitung

Wer erfolgreich sein will, braucht Ziele. Häufig werden diese jedoch unkonkret formuliert und das Projekt oder das Vorhaben scheitert. SMART Ziele helfen dir dabei, Ziele klar zu definieren und einzuhalten.

In diesem Artikel erklären wir dir, was SMART Ziele sind, wofür man sie braucht und wie man sie formuliert.

Smart Methode

Warum sind SMART Ziele wichtig?

Nur wer Ziele hat, kann erfolgreich sein. Wenn du nicht weißt, wo du hin möchtest, weißt du nie, wo du stehst und wann du angekommen bist. Ziele geben Orientierung, Motivation, Zufriedenheit und steigern das Selbstbewusstsein.

Ziele werden aber meist unkonkret formuliert. Wenn man nicht genau weiß, was erreicht werden soll, kann jedes Ergebnis ein Erfolg sein.

Je konkreter sie jedoch formuliert sind, desto besser kann man sich fokussieren und Prioritäten setzen.

Die SMART Methode

Häufig werden SMARTE Ziele im Projektmanagement, aber auch in anderen unternehmerischen oder persönlichen Bereichen angewendet. Du kannst sogar Ziele für dein Studium SMART formulieren.

SMART Ziele sind deutlich einfacher umzusetzen als normale Ziele, denn sie bringen den gewünschten Output in einen zeitlichen, greifbaren und messbaren Kontext. Das bringt Transparenz in ein Projekt und hilft zu beurteilen, ob und wie erfolgreich es ist.

Der Ursprung von SMART Zielen geht auf das Konzept Management by Objectives (Führung durch Zielerreichung) von Peter Drucker zurück. Das SMART Akronym wurde erstmals von George T. Dornan 1981 vorgestellt und in den 1990er Jahren von Edwin Locke und Gary Latham weiterentwickelt.

SMART steht für

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Akzeptiert
  • Realistisch
  • Terminiert

Smart Ziele

Je nach Definition und Übersetzung liest man auch andere Ausführungen. Die hier vorgestellten werden im deutschsprachigen Raum am häufigsten verwendet.

Spezifisch

Der größte Fehler ist, Ziele unpräzise und allgemein zu formulieren. Das S in SMART Ziele steht daher für „spezifisch“ und bedeutet, dass ein Ziel eindeutig, klar und unmissverständlich definiert ist. Idealerweise kannst du es in einem Satz ausdrücken.

Je klarer das Ziel formuliert ist, desto leichter ist es, alle anderen SMART Kriterien festzulegen und die weiteren Schritte zu planen.

Möchtest Du ein Ziel spezifisch machen, können die sogenannten W-Fragen dir eine große Hilfe sein:

  • Wer?
  • Was?
  • Bis wann?
  • Wo?
  • Warum?
  • Welche Hürden, Hindernisse, Anforderungen oder Einschränkungen?

Messbar

Eine wichtige Aussage der SMART Methode ist: “Was man nicht messen kann, kann auch nicht erreicht werden.”

Das M steht also für objektive Messbarkeit, mit der Erfolg oder Misserfolg bestimmt werden kann.

Ziele sind entweder quantitativ über eine Menge, eine prozentuale Änderung, eine Kennzahl, einen Output oder über ein qualitatives Kriterium messbar.

Ist dies nicht gegeben, braucht man eine Ersatzgröße, an der man sich orientieren kann.

Kundenzufriedenheit kannst du beispielsweise nicht direkt messen, dafür kannst du dir Retouren oder ein bestimmtes Ergebnis bei einer Befragung anschauen.

Welchen Wert du als Maßstab ansetzt, kannst du über ein Benchmarking festlegen.

Hast du die Kriterien “Spezifisch” und “Messbar” definiert, hast du den wichtigsten Teil der SMART Ziele bereits geschafft.

Akzeptiert bzw. Attraktiv

Der Buchstabe A in SMART Ziele steht je nach Definition sowohl für “akzeptiert” als auch für “attraktiv”.

Beide Begriffe zeigen unterschiedlich stark in dieselbe Richtung: ein Ziel soll so formuliert werden, dass es von den Beteiligten als sinnvoll und motivierend wahrgenommen wird und sie dahinterstehen.

Formuliere ein Ziel gemeinsam mit den Beteiligten und verwende positive Formulierungen. Das schafft Akzeptanz und Anerkennung. Statt “Ich möchte nicht mehr rauchen.” könnte man sagen “Ich möchte aufhören zu rauchen.”

Realistisch

Das R in SMART Ziele steht für „realistisch“ . Die Kunst ist, das Ziel so zu wählen, dass es nicht zu niedrig und nicht zu hoch ist. Bei zu niedrigen Zielen würde man Potenzial, Motivation und Ehrgeiz verschenken, zu hohe Ziele demotivieren. Wähle dein Ziel also so, dass es mit den verfügbaren Ressourcen gut erreichbar ist, die Mitarbeiter anspornt und trotzdem in einem akzeptablen Rahmen liegt.

Realistisch steht in einem kleinen Konflikt mit „akzeptiert/attraktiv“ . Je höher ein Ziel gesteckt ist, desto attraktiver ist es, desto unrealistischer aber auch, es zu erreichen. Hierbei musst du die Kriterien gegeneinander abwägen und Feingefühl beweisen.

Terminiert

Das letzte Element der SMART Ziele ist T wie Terminierung. Ohne einen festen Kontrollzeitpunkt ist es schwer zu sagen, ob ein Ziel erreicht ist oder nicht. Eine zeitliche Struktur hilft immer bei der Umsetzung und wirkt motivierend. Viele Menschen arbeiten schneller und effizienter, wenn eine Deadline näher rückt.

Stelle dir hier die Frage, bis wann das Ziel erreicht sein soll, und plane entsprechende Puffer ein. Setze das Ziel genau wie bei den anderen Kriterien straff, aber realistisch und mit entsprechenden Teilzielen.

SMART Ziele im Projektmanagement

Ziele zu definieren ist nur ein kleiner Teil eines erfolgreichen Projektes.

Smart Ziele 2

Nachdem die Ziele festgelegt und SMART gemacht sind, folgt die Planung, Umsetzung und Evaluation des Projektes. Auch hierbei können SMART Ziele helfen.

Umgang mit den SMART Zielen

Manchmal machen bestimmte Kriterien keinen Sinn, wie beispielsweise, wenn es sich um einen kontinuierlichen Prozess handelt. Sieh die SMART Formel daher als Checkliste an, von der du immer maximal viel erreichen möchtest. Auch kleine Verbesserungen in der Formulierung eines Ziels können einen großen Einfluss haben.

Beispiel für ein SMART Ziel

Schauen wir uns die SMART Formel anhand eines konkreten Beispiels an:

Beispiel

Ich schreibe bis Ende nächsten Monats eine 10-seitige Hausarbeit zu dem Thema SMART Ziele, die mir eine gute Note bringt und mich damit meinem Abschluss ein Stück näher.

Spezifisch: Ich schreibe……. eine …. Hausarbeit zum Thema SMARTE Ziele …...

Messbar: …. eine 10-seitige Hausarbeit…..

Akzeptiert/ Attraktiv: ….die mir eine gute Note bringt und mich damit meinem Abschluss ein Stück näher. .

Realistisch: bis Ende nächsten Monats (10 Seiten innerhalb von mindestens 4 Wochen sind gut machbar) .

Terminiert: ….bis Ende nächsten Monats (z.B. 31.12.) .

Vorteile & Nachteile der SMART Ziele

Die SMART Formel ist eine besonders praktische und etablierte Vorgehensweise zur Definition von Zielen.

SMART Ziele schaffen in komplizierten Projekten Klarheit und Orientierung über den Erfolg und den aktuellen Stand. Sie unterstützen dich dabei, verständliche und greifbare Ziele zu formulieren, die so ins Team kommuniziert werden, dass Konflikten und Missverständnissen vorgebeugt wird.

Wie jedes Werkzeug kannst du die SMART Methode nicht uneingeschränkt verwenden. Sie beinhaltet die wichtigsten Faktoren, lässt aber gegebenenfalls projektspezifische Verfeinerungen und Anpassungen sowie Sonderfälle bei visionären und strategischen Plänen außer Acht. Denke nicht zu starr in den Kategorien, sondern nutze die SMART Ziele vielmehr als Hilfestellung.

Zusammenfassung

SMART Ziele helfen dir dabei, deine Ziele klar zu definieren und so besser erreichbar zu machen.

In der folgenden Tabelle fassen wir dir die wichtigsten Punkte zusammen:

Smart Ziele 3

Nicht immer müssen alle Kriterien der SMART Methode erfüllt sein, aber je mehr, desto erfolgreicher.





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