Das oder dass?

„Das“ oder „dass“ – wann ist welche Schreibweise korrekt? Die beiden Wörter werden sehr häufig verwechselt, da sie komplett gleich ausgesprochen werden.

Dieser Artikel erklärt den Unterschied zwischen „das“ und „dass“ und hilft dir, zu erkennen, wann welches Wort verwendet wird.

Definition der Wörter „das“ und „dass“


Obwohl die Aussprache identisch ist, handelt es sich um zwei komplett verschiedene Wortarten.

„Das“ mit einem s ist entweder ein bestimmter Artikel oder ein Pronomen. Der bestimmte Artikel ist relativ einfach zu erkennen (z.B. das Zimmer, das Sofa).

Das Pronomen „das“ steht anstelle eines Substantivs. Steht es hinter einem Komma, bezieht es sich auf ein vorher schon genanntes Nomen.

Beispiel

Ein Sofa, das im Wohnzimmer steht, muss gemütlich sein. (Relativpronomen)

Das finde ich seltsam. (Demonstrativpronomen)

Bei dem Wort „dass“ handelt es sich um eine unterordnende Konjunktion. Eine Konjunktion verbindet Satzteile miteinander; eine unterordnende Konjunktion wie „dass“ leitet einen Nebensatz ein.

Beispiel

Ich bin froh, dass ich mich nicht verlaufen habe.

Dass wir uns getroffen haben, war reiner Zufall.

Interessanter Fakt

Früher wurde die Konjunktion mit statt mit Doppel-s geschrieben („daß“). Seit der Rechtschreibreform im Jahr 1996 ist ist diese Schreibweise jedoch nicht mehr korrekt.

Es gilt ausschließlich die neue Schreibweise („dass“).

Wann wird das Wort „das“ mit einfachem s verwendet?


„Das“ wird mit einfachem s geschrieben, wenn es sich auf ein Nomen bezieht.

Hier gibt es eine einfache Eselsbrücke:

  • Wenn das Wort durch „dies/dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzt werden kann, schreibst du es mit einem s. Denn dann handelt es sich um den Artikel beziehungsweise das Relativpronomen „das“.

Beispiel

Das Sofa ist blau.
Dieses Sofa ist blau.

Ein Sofa, das im Wohnzimmer steht, muss gemütlich sein.
Ein Sofa, welches im Wohnzimmer steht, muss gemütlich sein.

Das finde ich seltsam.
Dies finde ich seltsam.

Wann wird das Wort „dass“ mit doppeltem s verwendet?


Wie oben bereits beschrieben, leitet die Konjunktion „dass“ einen Nebensatz ein.

Wichtig: Hinter einem Komma steht aber nicht zwangsläufig immer „dass“ mit Doppel-s! Am besten funktioniert auch hier die Eselsbrücke:

  • Kannst du das Wort nicht durch „dies/dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, handelt es sich um die Konjunktion „dass“.

Beispiel

Ich bin froh, dass ich mich nicht verlaufen habe.

Ich bin froh (dies/dieses/jenes/welches) ich mich nicht verlaufen habe.





Korrektorat und Lektorat – für fehlerfreie Texte