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Fernstudium oder Präsenzstudium? Hilfe bei der Studienwahl


Fernstudium oder Präsenzstudium?

Eigener Schreibtisch oder Hörsaal – das ist hier die Frage

Ob Mathematik oder BWL, Sprach- oder Geisteswissenschaften oder vielleicht doch lieber Medizin: Heutzutage ist die Auswahl an Studiengängen mehr als vielfältig. Inzwischen lässt sich für fast jede Vorliebe und Interessenlage das passende Studium finden. Diese Möglichkeiten können allerdings auch Nachteile mit sich bringen: Manche angehenden Akademiker fühlen sich dadurch überfordert. Sie wissen nicht, wie sie an ihr Wunschstudium gelangen und welche Möglichkeiten ihnen überhaupt offen stehen.

Präsenzstudium und Fernstudium

Wenn du studieren möchtest, kannst du zwischen unterschiedlichen Studienarten wählen. Zwei davon sind ein Studium an der herkömmlichen Universität sowie an der Fachhochschule. Daneben ist noch das Abendstudium bekannt. Seit einiger Zeit gibt es eine weitere Variante, nämlich die Fernhochschule beziehungsweise die Fernuni. Bei ihnen besteht keine Präsenzpflicht am universitären Standort. Die Abschlüsse beim Präsenz- und Fernstudium sind gleichwertig. Bei beiden kannst du einen anerkannten Bachelor oder Master ablegen.

Egal ob es ein Präsenzstudium oder ein Fernstudium sein soll – beide Optionen bringen Vor- und Nachteile mit sich. In diesem Artikel kannst du nachlesen, was die jeweilige Studienart ausmacht. Die darauffolgenden Gegenüberstellungen sollen dir helfen, die für dich ideale Studienform zu finden.

Wie ist ein Präsenzstudium aufgebaut?

Ein Präsenzstudium ist die herkömmliche Art, ein Fach zu studieren. Hier bildet die Universität das ‚Herzstück‘. Deine Vorlesungen und Seminare finden in ihren Räumlichkeiten statt. Für jedes Semester hast du einen festen Stundenplan, in dem du die erforderlichen Studienmodule am Universitätsstandort ablegst.

Der Wortbestandteil ‚Präsenz‘ fasst daher das Ausschlaggebende dieser Studienform zusammen. Man muss präsent, also in der Universität anwesend sein. Ein Großteil der Arbeit findet dort statt. Bei dir zuhause schreibst du Hausarbeiten oder bereitest das Erlernte nach. Jedoch liegt der Schwerpunkt nicht auf der Heimarbeit.

Wie ist ein Fernstudium aufgebaut?

Ebenso wie ein Präsenzstudium setzt sich ein Fernstudiengang aus unterschiedlichen Modulen zusammen. In der Hinsicht sind die Bedingungen in beiden Fällen gleich. Der wichtigste Unterschied besteht in den äußeren Gegebenheiten: Bei einem Fernstudium musst du nicht in den Räumlichkeiten einer Universität lernen, sondern verbringst diese Zeit in den eigenen vier Wänden. Üblicherweise wird der Stoff mit speziellen Programmen auf virtueller Ebene durchgenommen. Sogar die Klausuren während des Semesters legst du vor deinem PC ab. Teilweise werden auch bei Fernstudiengängen Präsenzveranstaltungen angeboten. Allerdings ist die Teilnahme oft freiwillig.

Welche Fernunis oder Fernhochschulen infrage kommen, hängt von deinem jeweiligen Studienfach ab. Deshalb solltest du dir frühzeitig Informationen darüber einholen, welche Angebote sich mit deinem Studium decken – ganz genau so wie bei einer tatsächlichen Universität.

Vor- und Nachteile eines Präsenzstudiums

Vorteile:

  • Beim Präsenzstudium erfolgt der Kontakt mit den Lehrenden auf direkter Ebene. Eine Kontaktaufnahme via Skype wie bei Fernstudiengängen entfällt somit. Viele empfinden diesen Umgang als persönlicher und fühlen sich besser betreut.
  • Kommunikative Personen schätzen besonders das studentische Miteinander. In den Vorlesungen kann man andere Studierende treffen und neue Bekannte finden.
  • Das Arbeiten dort verläuft anders als wie in der Schule, nämlich individueller. Deshalb wächst du während deiner Studienzeit an der Universität auch an dir selbst.
  • Das Präsenzstudium kann um zusätzliche Semester erweitert, also verlängert werden. In einigen Studiengängen ist dies fast der Regelfall.

Nachteile:

  • Viele zukünftige Studierende werden von der Anwesenheitspflicht abgeschreckt. Darüber hinaus wollen viele nicht täglich zur Universität pendeln. Das betrifft vor allen diejenigen mit einem etwas entfernten Wohnsitz.
  • Oft wird das Präsenzstudium als zu schulnah empfunden. Die Seminarräume vermitteln das Gefühl, in eine Klasse zu gehen. Nicht selten erscheint der Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden wie ein Lehrer-Schüler-Verhältnis.
  • Gerade Erstsemester kommen mit den äußeren Umständen an der Universität oft nicht klar. Die vielen Menschenmassen machen ihnen manchmal Angst. Dasselbe gilt für die neue, ungewohnte Umgebung. Diese Umstellung würdest du bei Fernstudiengängen gar nicht durchmachen.
  • Im Gegensatz zum Fernstudium lässt sich ein Präsenzstudium nicht vor der Regelstudienzeit beenden. In diesem Fall würde es als nicht bestanden gewertet werden und die bisherigen Semester wären umsonst gewesen.
  • Mitunter verringert der Stundenplan deine Freizeit. Dadurch bist du weniger flexibel. Das gilt besonders bei Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht.
  • Falls dir das typisch studentische Leben nicht liegt, könnte ein Präsenzstudium vielleicht nachteilig sein. In dem Fall solltest du eher über ein Fernstudium nachdenken.

Vor- und Nachteile eines Fernstudiums

Vorteile:

  • Studierende an einer Fernhochschule müssen nicht zum Standort pendeln. Aus diesem Grund ermöglicht ein Fernstudium besondere Flexibilität. Du bist nicht an einen Ort gebunden, deshalb kannst du selbst während einer Bahnfahrt an deinem Studium arbeiten.
  • Durch den Wegfall von Fahrtkosten sparst du bei Fernstudiengängen zusätzliche Geldbeträge. Somit bleibt mehr für deine privaten Ausgaben übrig und du kannst nebenbei vielleicht noch etwas sparen.
  • Auch im Fernstudium stehst du mit Fragen, Lernschwierigkeiten etc. nicht alleine da. Deine Fernuni/Fernhochschule bietet dir individuelle Beratung durch professionelle Dozenten. Mit ihnen kannst du dich via Webcam oder Email in Verbindung setzen. Selbst mit anderen Studierenden kannst du dich online über Lerninhalte austauschen.
  • Ein Fernstudium kann sinnvoll sein, wenn du lieber selbstständig für dich lernst. Du wirst nicht durch eine unangenehme Geräuschkulisse oder andere Personen gestört, sondern arbeitest in Ruhe an deinem Schreibtisch.
  • Deine Zeit ist frei einteilbar. Du bist an keinen Stundenplan mit festen Terminen gebunden.
  • Während des Studiums an einer Fernhochschule/Fernuni lernst du in erster Linie eigenverantwortliches Arbeiten. Vermutlich noch mehr als beim Präsenzstudium. Dies kann sich positiv auf dein Selbstbewusstsein auswirken.
  • Nach Bedarf kannst du weitere Semester zur Regelstudienzeit hinzufügen. Dann dauert das Studium zwar länger, aber dein Zeitkontingent ist großzügiger bemessen. Überdies ist ein verkürztes Fernstudium unter bestimmten Bedingungen machbar.

Nachteile:

  • Falls du besonderen Wert auf das klassische ‚Studentenleben‘ legst, ist eine Fernhochschule eher nicht die richtige Wahl. An einer Fernuni hast du weniger Gelegenheiten, dich mit anderen Studierenden persönlich zu treffen. Ein Präsenzstudium passt vermutlich besser, wenn du sehr gesellig bist.
  • Sowohl beim universitären als auch beim Fernstudium liegt der Schwerpunkt auf Eigenverantwortlichkeit. Dadurch können jedoch für manche Nachteile entstehen. Nicht alle Studierenden sind dazu in der Lage. Vor allem am Anfang brauchen viele von ihnen noch etwas Betreuung. Die ist bei Fernstudiengängen nicht in dem Ausmaß gegeben.
  • Viele Fernunis sind private Einrichtungen und kosten daher oft viel Geld. Andere Fernstudiengänge werden hingegen von öffentlichen Institutionen getragen. Hier liegt das Niveau der Kosten niedriger. Es ist ungefähr mit denen eines Präsenzstudiums vergleichbar.
  • Bei einem Fernstudium ist niemand da, der dich motiviert. Die Aufgabe musst du selbst bewältigen. Während arbeitsintensiver oder schwieriger Studienphasen kann dies problematisch werden. Nicht jeder kann sich selbst zur Arbeit aktivieren.
  • Studiengänge mit hohem Praxisanteil werden kaum an Fernhochschulen angeboten. In erster Linie vermittelt ein Fernstudium Theorie.


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